Feuerwehrchronik 1981 – 1996

 

1981

 

Nach dem anstrengenden Jubiläumsjahr hat kein Feuerwehrkamerad was dagegen, dass dieses Jahr etwas ruhiger verläuft.

Liebe Kameraden aus Kaiserslautem und aus Rockenhausen besuchen uns, und gemeinsam verbringen wir nette Kameradschaftsabende. Eine Tragkraftspritze Marke Ziegler ist die bedeutendste Neuanschaffung. Ein Schiausflug nach Bruneck und die Teilnahme an einer Jubiläumsfeier in Bled/YU runden das kameradschaftliche Geschehen ab. Die Kameraden Anton Dohr sen. und Rudolf Swoboda werden am Ortsfriedhof Pirk zur letzten Ruhe gebettet.

 

1982

 

Besonders den jungen Kameraden fällt es oft recht schwer, bei den häufigen Autounfällen die Schwerverletzten aus den Wracks zu bergen – trotz modernster Bergegeräte ist es nicht leicht, diese auch ungerührt einzusetzen, um den Verkehrsopfern zu helfen.

Unfall Autobahn 1982

Unfall Autobahn 1982

Die erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre gestatten uns den Ankauf eines neuen Kommandofahrzeuges, Marke VW Passat. Von der Autobahnverwaltung wird auch das Motorboot ausgetauscht, das doch etwas zu schwach motorisiert war.

Weihe Einsatzfahrzeuge 1982

Weihe des neuen Kommando-Vorausfahrzeugs und eines Einsatzbootes im Seehotel Koch durch Pfarrer Karre.

Es findet eine Abschnittsübung in Krumpendorf statt.

Abschnittsübung 1982

Abschnittsübung 1982 am Kaufhaus Krainer, Hauptstraße

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An der V. Sternfahrt in Kaiserslautern nehmen auch wir mit vielen Kameraden teil; im September gibt es wieder ein Zeltlager; in Rust am Neusiedlersee lassen wir uns den „Burgenländer“ bei einigen Kellerpartien gut schmecken. Im Oktober verstirbt unser langjähriger Kamerad Berthold Thaler aus Görtschach.

 

1983

 

Zugkollision mit Kleintransporter am Bahnübergang Kochstraße 1983

Zugkollision mit Kleintransporter am Bahnübergang Kochstraße 1983

Wiesenbrände, Sturmschäden, schwere Gewitter, Brände, Verkehrsunfälle, Öleinsätze – das sind die üblichen Einsatzarten im Verlauf eines Jahres. Diesmal kommt auch noch die Kollision zwischen einem Kleintransporter und einer Zugsgarnitur dazu.

Bereits seit einiger Zeit versehen auch junge Damen Dienst bei der Feuerwehr Krumpendorf. Damit sind wir in Kärnten wieder einmal richtungsweisend. Am Funk und bei administrativen Arbeiten bewähren sich die Mädchen bestens und sind aus unseren Reihen nicht mehr wegzudenken. Auch Uniformen erhalten die Feuerwehr-Frauen.

 

1984

 

Ereignisreich beginnt das Jahr: bereits am 8. Jänner gibt es den ersten Alarm, einen Kaminbrand beim vlg. Pamperl. Viele Einsätze schließen sich an, und wieder sind die Verkehrsunfälle in der Überzahl.
Seit einigen Jahren hat Kdt. Koch mit seinem Organisationskomitee gearbeitet, um den zur VI. Sternfahrt nach Krumpendorf angereisten 3000 Gästen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.

Gerne nimmt auch die Bevölkerung an diesem europäischen Feuerwehrfest teil, ist doch die Feuerwehr Krumpendorf der Begründer dieses Sternfahrt-Gedankens.

Doch auch unsere Kameradschaft unternimmt einige Reisen: Wir besuchen die Kameraden in Bruneck und in Traunstein/BRD, die ihre Jubiläumsfeiern abhalten. Weiters finden in Krumpendorf die Bezirks- und auch die Landes-Wettbewerbe der Feuerwehren statt. Ein wunderschöner Ausflug nach London mit Besuchen bei der London Fire Brigade wird allen Kameraden lange in Erinnerung bleiben.

Besuch der London Fire Brigade (LFB) 1984

Besuch der London Fire Brigade (LFB) 1984

 

1985

 

Am 1. Jänner der erste Brand: es wird ein einsatzreiches Jahr. Im Mai gibt es sogar an einem Tag drei Mal Alarm!

Unser langjähriger Kdt. Hans Koch wird zum Bezirksfeuerwehr-Kommandanten gewählt! Da gibt es natürlich eine entsprechende Feier. Außerdem wird unserem „BFK“ auch das Große Verdienstkreuz des Landes Kärnten verliehen!

Der neue und der alte BFK 1985

Der neue und der alte BFK, links Hans Koch, rechts Michael Rebernig, 1985.

Und wie um seinen Ehrungen gerecht zu werden, hat Kdt. Koch mit seinen Krumpendorfer Feuerwehrleuten wieder einem neuen „Feuerwehr-Kind“ das Leben geschenkt: Das „I. Internationale Feuerwehr-Musikkapellen-Festival “ wird ein großer Erfolg.

1. Int. Feuerwehr Musikfestival in Krumpendorf 1985

1. Int. Feuerwehr Musikfestival in Krumpendorf 1985 – Gesamtspiel in Klagenfurt, Neuer Platz

Die durch viele Arbeit und Einsätze zusammengeschweißte Kameradschaft unternimmt im Herbst einen Ausflug nach Oberwart. BI Nadrag löst im Mai den langjährigen Kameradschaftsführer Heini Spick ab.

 

1986

 

Raserei war die Ursache für einen Verkehrsunfall, der zwei Schwerverletzte forderte, die aus einem Porsche geschleudert wurden und der dann einige Augenblicke später in Flamen aufging.

Reste eines Porsche 1986

Unfall bei Busendhaltestelle in Leinsdorf 1986, Reste eines Porsche.

Doch auch in der Feuerwehr gibt es ab und zu Probleme: einige Kameraden müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihr Übungseifer nicht ausreicht; daraufhin verlassen diese beleidigt die Kameradschaft. Auch Kdt.-Stv. Nadrag legt den Kameradschaftsführer wieder zurück.

Dennoch werden u. a. Reisen nach Erndtebrück und nach Künzelsau unternommen, um die dortigen Kameraden anlässlich diverser Jubiläen zu besuchen. Viele Einsätze runden das Bild dieses Jahres ab; wieder stehen Verkehrsunfälle an der Spitze der Alarmierungen. Die freundschaftlichen Bande zur FF Bischofshofen werden ausgebaut, gegenseitige Ballbesuche sind u. a. ein beredtes Zeichen dafür.

 

1987

 

Im Jänner trifft uns die traurige Nachricht vom Ableben eines Mannes, der über 70 Jahre Mitglied der FF Krumpendorf war: August Mayrobnig, unser „Guste“, ist nicht mehr.

Mayrobnig Guste

Mayrobnig Guste

Ziemlich überraschend legt Kdt. Koch das Kommando über die FF Krumpendorf zurück. Bei den dadurch notwendig gewordenen Neuwahlen wird OBI Tragl zum neuen Kommandanten gekürt.

Neuer Kdt. der FFK Tragl Sigi 1990

Neuer Kdt. der FFK Siegfried Tragl

Gerade rechtzeitig, um die Kameradschaft zur VII. Internat. Feuerwehrsternfahrt nach Bled/YU zu führen. Doch auch Krumpendorf sieht wieder eine internationale Feuerwehrveranstaltung, das II. Feuerwehr-Musikkapellen- Festival, an dem bereits 21 Musikgruppen teilnehmen. Viele Ausrückungen sind in diesem Jahr nicht zu verzeichnen, lediglich die technischen Einsätze steigen von Jahr zu Jahr.

 

1988

 

Mit einem Brand am Holzlagerplatz beim Bahnhof beginnt ein an Bränden reiches Jahr. Auch als der „Rote Hahn“ am Wirtschaftsgebäude vlg. Gabriel in Moosburg kräht, stehen unsere Kameraden im Einsatz.

Aber auch ein Öleinsatz am Wörthersee, gemeinsam mit der Österr. Wasserrettung Krumpendorf, die tagelange Suche nach einem Ertrunkenen sowie einige Verkehrsunfälle stellt unsere Feuerwehr in den Blickpunkt.

Während der Feuerschutzwoche wird in der Volksschule eine Alarmübung abgehalten, die vor allem die Schüler begeistert.

Alarmübung Volksschule 1988

Alarmübung Volksschule 1988

Das Ableben von Anton Tschernitz, der 51 Jahre im Dienste der Feuerwehr stand, reißt eine große Lücke in unsere Reihen.

Anton Tschernitz

Anton Tschernitz (Foto: Helga Römer)

Unverständlich finden wir das Verbot des Landesfeuerwehrkommandos, den geplanten Wettbewerb für Bootsführer nicht durchführen zu dürfen. Im Jänner verbringt die Kameradschaft einige schöne Schitage am Reißeck, veranstaltet im Sommer ein schwungvolles Strandfest und beschließt das Jahr mit einer stimmungsvollen Weihnachtsfeier.

1989

 

Ausnahmsweise halten sich die technischen und die Brandeinsätze beinahe die Waage; vorwiegend brennt es jedoch in den Nachbargemeinden u. a. in Moosburg, aber auch in der „Tenne“ in Krumpendorf bricht ein Brand aus, der glücklicherweise rasch eingedämmt werden kann.

Brand in Tanzlokal Tenne 1989

Brand in Tanzlokal Tenne 1989

Die Einsätze am Wörthersee nehmen stark zu; so müssen Ölverschmutzungen bekämpft, gesunkene Boote gehoben und Ertrunkene gesucht werden.

Suche nach Ertrunkenen im Wörthersee 1989

Suche nach Ertrunkenen im Wörthersee 1989
(Foto: Eggenberger)

Im Mai wird das langersehnte Universal-Lösch-Fahrzeug geliefert: ein Festtag für Feuerwehr und Gemeinde! Der Modernisierung wird auch im „Innendienst“ Rechnung getragen: die Firma Genesis stellt einen Personal Computer zur Verfügung, der bereits wertvolle Dienste leistet.

Im Juni ereignet sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Moosburger Straße in Hohenfeld. Es kam zu einem Kollision zwischen einem Tankwagenzug und einem PKW einer Krumpendorferin, die dabei schwer verletzt wurde. Der Anhänger des LKWs stürzte durch die Wucht des Aufpralls um.

Unfall mit Tankwagen 1989verletzt.

Unfall mit Tankwagen 1989

Eine Gruppe unserer Wehr nimmt an den Leistungsbewerben teil und schlägt sich recht tapfer.

Leistungswettbewerbe in Krumpendorf 1989

Leistungswettbewerbe in Krumpendorf 1989,
die Krumpendorfer Mannschaft.

Nach der Teilnahme an der 8. Int. Feuerwehr-Sternfahrt in Bischofshofen besuchen einige Kameraden auch die Partnerfeuerwehren Bruneck/Südtirol und Erndtebrück/BRD anlässlich deren Jubiläumsfeiern. Und auch die Vorbereitungen für unser 110-Jahr-Jubiläum laufen auf Hochtouren.

 

1990

 

Die Kameraden der FF Krumpendorf sind auch immer eifrige Teilnehmer an den Feuerwehrwettbewerben. Einen besonderen Erfolg konnten wir in diesem Jahr mit der Erringung des Titels „Abschnittsmeister“ des Abschnittes Wörthersee verbuchen.

Gruppenbild mit Dame anl. der 110-Jahr Feier 1990

Gruppenbild mit Dame anl. der 110-Jahr Feier 1990
v.li.: Fritz Mayrobnig, Erwin Dobernig, Siegfried Tragl, Bernhard Obernosterer, Helga Strauß, Heinz Kernjak, Erich Nadrag, Dr. Dieter Kopper, Heinrich Spick.

Das Hauptereignis war natürlich die 110-Jahr-Feier, die mit dem III. Int. Feuerwehr- Musikkapellen-Festival gemeinsam abgehalten wurde. Über 20 Musikkapellen nahmen an dieser Festveranstaltung teil, ein imposanter Festzug führte durch Krumpendorf und alle Besucher des Festes waren vom Organisationstalent der Feuerwehr Krumpendorf begeistert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das neue Universal- Löschfahrzeug eingeweiht, auf das wir sehr stolz sind und für das wir auch entsprechende finanzielle Mittel beigestellt haben.

110-Jahre FFK 1990

110-Jahre FFK 1990

Die Fotos der Kleinen in Feuerwehruniform gingen um die Welt. Somit erfuhr man von den USA bis nach Australien von unserem Jubiläum.

Die Kleinsten in Uniform 1990

Die Kleinsten in Uniform 1990 anl. der 110-Jahre-Feier

Die Kalifornische Tageszeitung „The Daily Review“ meinte, der Junge in der Mitte ahme die Figur seines Vaters nach.

Presse Echo USA über die junge Feuerwehr Krumpendorfs 1990

Presse-Echo in der Kalifornischen Tageszeitung „The Daily Review“, 1990

Als „feurigen“ Abschluss des Jubiläumsfestes mussten wir allerdings eine ganze Nacht lang das bekannte Tanzlokal „Traminerhof” löschen, das in den späten Abendstunden des Festsonntags in Flammen aufging und bis auf die Grundmauern eingeäschert wurde.

Großbrand im Tanzlokal Traminerhof 1990

Großbrand im Tanzlokal Traminerhof 1990

Als Dank für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr wurde eine Reise nach Hamburg und Kiel unternommen, von der alle gut gelaunt und begeistert nach Hause zurückkehrten.

 

1991

 

Dieses Jahr brachte als Wahljahr auch für unsere Feuerwehr eine gewichtige Veränderung: Unser engagierter Feuerwehrarzt Dr. Dieter. Kopper wurde mit großer Mehrheit zum Kommandanten der FF Krumpendorf gewählt.

Dr. Dieter Kopper wird Kommandant 1991

Dr. Dieter Kopper wird zum neuen Kommandanten gewählt, Bgm. Helmut Pirker gratuliert, 3.5.1990.

Doch bevor es soweit war, traf uns der späte Winter mit heftigen Schneefällen, Windbrüchen und damit verbundenen Aufräumungsarbeiten. Auch im Sommer gab es heftige Unwetter, und wieder mussten Straßen und Wege von umgestürzten Bäumen geräumt werden. Die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehr wurde beeindruckend nachgewiesen. Im Frühsommer besuchten wir gerne unsere Kameraden in Bruneck, die zur Sternfahrt geladen hatten. Prächtiges Wetter und gute Stimmung brachte uns wieder viele Freunde aus der Feuerwehrwelt, stolz treten wir auch immer wieder als „Gründerfeuerwehr“ auf.

 

1992

 

Mit mehreren Bränden begann das Jahr. Wenig Niederschlag, Leichtsinnigkeit und heftiger Wind entfachte immer wieder Wald- und Wiesenbrände, die aber alle rasch gelöscht werden konnten.

Im Mai besuchte eine Gruppe unserer Wehr die ungarische Stadt Gyula an der rumänischen Grenze. Nicht nur unterstützende Informationen bezüglich der Abhaltung einer Sternfahrt konnten wir den ungarischen Kameraden übermitteln, auch auf Gemeindeebene kam es zu einer Partnerschaft, die entsprechend mit Barack begossen wurde. Wir sind stolz, immer wieder völkerverbindend aktiv sein zu können.

Sternfahrt nach Gyula 1992

Besuch in Gyula. Übergabe des Feuerwehrwappens Krumpendorf
an den Kommandanten der Feuerwehr Gyula, 1992

Im Sommer waren Kameraden aus Erndtebrück-Schameder in Krumpendorf auf Zeltlager, und Kameradschaftsführer Nadrag hatte für uns ein sehr abwechslungsreiches Zeltlager in Rosenheim organisiert.

Für die Mannschaft gab es in diesem Jahr eine zusätzliche Neuerung: Die alten Einsatzuniformen wurden gegen praktische neue Arbeitsoveralls ausgetauscht. Diese Einsatzbekleidung bewährte sich dann bereits Anfang Dezember, als nach schweren Schnee- und Regenfällen am Lannerweg eine Mure abging: Mit einem solchen Naturereignis hatte wohl in Krumpendorf niemand gerechnet. Doch unsere Feuerwehrkameraden wurden auch dieser brisanten Situation in bewährter Manier Herr.

Sternfahrt nach Gyula 1992

Murenabgang am Lannerweg 1992

 

1993

 

Wieder begann das Jahr mit mehreren Waldbränden, die Trockenheit speziell im Frühjahr wird immer bedenklicher. Doch auch im Ort gab es mehrere Brände, so dass es den Kameraden nie langweilig wird und wir eigentlich immer „am Sprung“ sind.

Im Mai führte uns eine langwierige Busreise zur X. Int. Feuerwehr- Sternfahrt nach Gyula. Mit großer Freude konnten wir bei brütender Hitze feststellen, dass unsere ungarischen Freunde bestens vorbereitet waren und für die Organisation der Veranstaltung von allen Seiten Lob ernteten. Unser Kassier Heinz Kernjak wurde in Ungarn zum Generalsekretär der Sternfahrtorganisation gewählt, Dr. Dieter Kopper steht dem IFSO-Präsidium vor. Eine dreitägige Sitzung des IFSO-Präsidiums im Oktober fand in Krumpendorf statt und war von unseren beiden Funktionären bestens vorbereitet. Im Herbst trafen wieder schwere Schneefälle unser Land, auch die Krumpendorfer Feuerwehr war mehrere Tage im Einsatz.

 

1994

 

Dieses Jahr wird wohl als dunkelstes Jahr in die Chronik unserer Wehr eingehen. Zuerst verunglückte Kim Mohrenschildt bei einem Autounfall schwer, dann erlitt Othmar Köfler während der Arbeit einen Herzinfarkt, der ihn nur wenige Monate noch überleben ließ. Und im September verunglückte Kamerad Albert Nagele jun. mit seinem LKW: Er war nur wenige Meter hinter dem Gerätehaus in den Pirkerbach gestürzt! Durch die Unübersichtlichkeit des Geländes konnte er erst nach Stunden gefunden werden. Ein Jahr der Erschütterung für die Kameradschaft und für die betroffenen Familien.

So waren die wenigen Einsätze in diesem Jahr nur Beiwerk. Noch am Weihnachtsabend wollte das Schicksal uns erneut treffen, doch mit einigem Glück stürzte unser ULF bei einer Einsatzfahrt nicht zur Gänze in den Kleinen See!

 

1995

 

Wie bereits zur Gewohnheit geworden, begann das Jahr sehr trocken und stürmisch: Die schweren Schäden wurden von unseren immer einsatzbereiten Kameraden rasch beseitigt.

Auch in der Kameradschaft begann die Stimmung nach den tragischen Ereignissen des Vorjahres wieder besser zu werden: Eine lustige und abwechslungsreiche Reise nach Meppen führte uns zur XI. Int. Feuerwehr-Sternfahrt. Es galt vieles zu Bestaunen und viele Freunde wieder zu treffen.

Sternfahrt in Meppen 1995

Sternfahrt in Meppen, von links: Dr. Nicolussi, Kernjak, Kopper, 1995

Erstmals trat unsere Wehr auch mit drei Gruppen zu den Feuerwehrwettkämpfen an: Man reiste sogar mit einem Bus der STW Klagenfurt zur Wettkampfstätte, damit auch die Fans die gute Stimmung der „Wettkämpfer“ erleben konnten und alle ohne Probleme nach Hause kamen.

Auch die Teilnahme am Landesfestzug zur Feier des 10. Oktobers in Klagenfurt war für die Feuerwehr Krumpendorf ein großes Ereignis, traten wir doch mit einem eigenen Wagen als „Sternfahrt-Feuerwehr“ auf und wurden auf den vielen Kilometern des Aufmarsches entsprechend bejubelt.

10. Oktober Klagenfurt 1995

Teilnahme an der 10.-Oktober-Feier 1995 in Klagenfurt mit dem historischen Spritzenwagen von 1880.

Doch wenige Tage später traf unsere Kameradschaft ein weiterer Schicksalsschlag: Bernhard Obernosterer erlag einem Herzanfall! Knapp über fünfzig Jahre alt, für uns alle unbegreiflich, verloren wir einen Kameraden, der von allen verehrt wurde, der auch ein Leben lang für alle Freunde und Kameraden da war.

Die Autobahn brachte uns mehrere schwere Unfälle, wobei besonders die schwersten Einsätze bei einem Geisterfahrerunfall mit 2 Toten und ein LKW-Unfall die Mannschaft schwer belasteten. Knapp nach Weihnachten schlug das Wetter innerhalb weniger Stunden dramatisch um: Erst Regen, dann tagelang schwere Schneefälle. Eis und Schnee knickten unzählige Bäume, Häuser waren gefährdet, Straßen gesperrt: In sechs Tagen wurde unsere Wehr zu 40 Einsätzen gerufen, und alle Kameraden zeigten, dass Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft nach wie vor an erster Stelle in unserer Wehr stehen.

 

1996

 

Erstmals in der Geschichte unserer Feuerwehr traten vier Gruppen zu den Feuerwehrwettkämpfen an, eine Tatsache, die viel Aufsehen erregte.

Das 4. Internationale Feuerwehr- Musikkapellenfestival wurde zu einem großen Erfolg, leider hatten wir mehr Teilnehmer erwartet als schlussendlich nach Krumpendorf gekommen waren. Dennoch ein positiver Probelauf für die XIII. Feuerwehr- Sternfahrt, die im Jahr 1999 in Krumpendorf stattfinden wird.

Musikkapellenfestival Preisverleihung 1996

Preisverleihung durch Kdt. Dieter Kopper: Spielmannszug Flaesheim der FF Haltern.
4. Internat. Feuerwehr-Musikkapellen und Musikzüge-Festival 6.-9. Juni 1996.

Ein Kleinlöschfahrzeug konnte in Dienst gestellt werden und war natürlich bereits nach wenigen Tagen im Einsatz: In der Bad-Stich-Straße war in einem Haus eine Kerze umgefallen, das Haus wurde trotz tapferem Einsatzes unserer Wehr zur Gänze eingeäschert.

Zwei Jugendliche hantierten beim Auftanken eines Rasenmähers unglücklich mit Benzin, und leider passierte das Übliche: Explosion, schwere Brandverletzungen, denen der junge Gemeindebedienstete nach wenigen Wochen erlag. Immer wieder schwere Unfälle, immer wieder Tote auf der Autobahn, im See: Die seelische Belastung unserer Kameraden wird immer stärker. Lediglich die gute Kameradschaft und das ständige gemeinsame Aufarbeiten der Geschehnisse im vertrauten Kreis lassen diese Probleme bewältigen. Dieses Aufarbeiten sieht niemand, und wird leider oft auch falsch interpretiert und belächelt. Doch was wäre Krumpendorf ohne seine Feuerwehr?

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