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Don Gonzalo de Borbón y Battenberg (24.10.1914 – 13.8.1934) war der jüngste Sohn des spanischen Königs Alfons XIII. (1886-1941) und seiner Frau Prinzessin Victoria Eugénie von Battenberg (1887-1969), der auf tragische Weise aufgrund eines Verkehrsunfalls am 13.8.1934 am Wörthersee verstarb.
Die nachstehenden Fotos sind der Illustrierten Beilage der spanischen Tageszeitung ABC vom 16. August 1934 entnommen, die anlässlich der tragischen Ereignisse herausgegeben wurde.
Die Vorgeschichte
Der Vater von Gonzalo, König Alfons XIII., wurde 1886 in Madrid geboren. Er war vom Moment seiner Geburt an König von Spanien, da sein Vater ein halbes Jahr zuvor verstorben war. Bis 1902 führte seine Mutter, Maria Cristina von Österreich als Regentin die Regierungsgeschäfte. Mit 16 übernahm er die Herrschaft. Die Zeiten waren unruhig, die politischen Parteien blockierten sich. Es war eine Zeit des sozialen Umbruchs. Das Land war gespalten.
Alfons XIII. heiratete die deutsche Prinzessin Victoria Eugénie von Battenberg. Das Paar hatte sechs Kinder: Alfonso, Prinz von Asturien (1907-1938), Infant Jaime, Herzog von Segovia (1908-1975), Infantin Beatriz von Spanien (1909-2002), Infantin Maria Cristina von Spanien (1911-1996), Infant Juan, Graf von Barcelona (1913-1993) und Infant Gonzalo von Spanien (1914-1934).

1923 kam es zu einem Militärputsch durch den General Miguel Primo de Rivera. Er errichtete eine Militärdiktatur, die mehr als sechs Jahre dauerte. Als 1931 die ersten Wahlen seit 1923 abgehalten wurden, siegten die Republikaner. Alfons XIII. begab sich unmittelbar am Tag der Ausrufung der Zweiten Spanischen Republik mit seiner Familie ins Exil nach Rom. Ihm wurde Hochverrat, Machtmissbrauch und Verfassungsbruch vorgeworfen.
Durch den Sieg Francos im Bürgerkrieg 1939 wurde Spanien erneut zur Diktatur. Die Königsfamilie kehrte nicht nach Spanien zurück, sie blieb in Rom. Juan wäre der legitime Nachfolger in der Thronfolge gewesen, da seine beiden älteren Brüder, Alfonso und Jaime, auf den Thron verzichtet hatten.
Franco hatte vorgesorgt. Nach seinem Tod sollte Spanien wieder zur Monarchie zurückkehren. Er einigte sich mit Juan, dass dessen Sohn, Juan Carlos, Francos Nachfolger werden sollte. Zwei Jahre nach Francos Tod wurde Juan Carlos als König anerkannt. Er wurde zum Wegbereiter der Demokratisierung Spaniens. Gonzalo war somit ein Onkel des späteren Spanischen Königs.
Der Unfall

Gonzalo wurde im Palacio Real in Madrid geboren. Er absolvierte die Schule San Isidro in Madrid. Nachdem er die Matura bestanden hatte, studierte er Ingenieurwissenschaften an der Katholischen Universität von Leuven (Belgien). Er hatte noch vor, nach dieser Ausbildung ein Studium der Rechtswissenschaften anzuschließen und in diesem Fach zu promovieren. Er bekleidete den Rang eines Soldaten im Pionierkorps der spanischen Armee.

(Foto: Ortiz-Keystone)
Im August 1934 verbrachte Infant Gonzalo zusammen mit seiner Familie die Sommerferien in der Villa Felicitas des Grafen Born in Pörtschach am Wörthersee. Am Sonntag, dem 12. August um halb acht Uhr am Abend fuhr er zusammen mit seiner Schwester Infantin Beatrix Isabel mit dem Auto von Klagenfurt nach Pörtschach zurück. In Krumpendorf musste seine Schwester, die am Steuer saß, dem Reichsdeutschen Freiherr Richard von Neimanns, der auf einem Fahrrad unterwegs war, ausweichen und fuhr mit dem Auto gegen die dem Schloss Krumpendorf gegenüberliegende Gartenmauer. Durch den Aufprall entstand am Auto erheblicher Sachschaden. Freiherr von Reimanns wurde gestreift, erlitt aber nur leichte Verletzungen. Die Infantin selbst blieb unverletzt, Gonzalo hatte äußerlich keine sichtbaren Verletzungen, sich jedoch innere Blutungen zugezogen. Da er Bluter war, waren diese inneren Verletzungen verhängnisvoll. Von seinen zwei Brüdern hatte auch Kronprinz Infant Alfonso von seiner Mutter die Bluterkrankheit vererbt bekommen, der andere Bruder war taubstumm.
Richard Marinitsch, der damals 14 Jahre alt war, erinnerte sich:
Als der Unfall passierte, verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Ich lief vom Koch, wo ich zu Hause war, zum Unfallort. Um den Wagen standen Schaulustige. Eine junge Frau saß am Steuer, neben ihr ein junger Mann. Man sah ihm den Schock an. Er war kreidebleich und rührte sich nicht.
Der Prinz wurde sofort nach Pörtschach zu seiner Familie gebracht. Die Ärzte stellten bei ihm Bauchblutungen fest, eine Operation konnte nicht vorgenommen werden. Er starb am 13. August erst 19-jährig an seinen inneren Verletzungen.

Am Mittwoch, den 15.8. fand am Vormittag die feierliche Beisetzung statt. Die Garage der Villa Felicitas wr in einen Aufbahrungsraum umfunktioniert worden. Zwei Männer des Schutzkorps hielten die Ehrenwache. Viele Sommergäste, Einheimische und Trauergäste nahmen am Sarg Abschied vom Verstorbenen. Zahlreiche Häuser hatten schwarze Fahnen gehisst.

Die Klagenfurter Zeitung schildert die Trauerfeierlichkeiten folgendermaßen:
Eröffnet wurde der lange Leichenzug durch „Jung-Vaterland”, woran sich die Schuljugend mit Direktor Müller anschloß. Ihr folgten die Ehrenkompanie des Alpenjägerregimentes Nr. 11 mit schwarzumflorter Fahne, die Kapelle des Regimentes mit Herrn Kapellmeister Haßlinger, hierauf die Geistlichkeit … Vor dem Leichenwagen fuhr ein Auto mit den vielen Kranzwidmungen. Hinter dem von Soldaten des Alpenjägerregimentes flankierten Leichenwagen schritt die Königsfamilie, König Alfons mit der Königin, die Brüder und Schwestern sowie Verwandten des Verblichenen …

Im Friedhof hatten unter dem Kommando des Bezirksfeuerwehrhauptmannes Schützenauer die Feuerwehren von Pritschitz, Pörtschach und Töschling, um das Grab, in dem die provisorische Beisetzung erfolgte, Spalier gebildet. Militärkapelle und Ehrenkompanie hatten beim Eingang in den Friedhof Aufstellung genommen. Tiefergriffen standen die Hinterbliebenen und die Trauergäste rund um das Grab. Nach der kirchlichen Einsegnung schritt der König an die zum Begräbnis erschienene Gattin des Bundespräsidenten Frau Miklas und dankte ihr für ihre Anteilnahme, sie sodann der Königin und den Hinterbliebenen vorstellend. Als erste gab Frau Miklas Erde in das frische Grab, worauf der König, die Königin, die beiden Brüder und die Schwestern des Toten am Grabe Abschied nahmen.

Vorne Alfons XIII. und Victoria von Battenberg, dahinter ihre Kinder Juan, Cristina, Beatriz und Jaime (Foto: Vidal)
Daraufhin verließen die Trauernden den Friedhof, vor dem eine große Anzahl an Kränzen niedergelegt worden war. Diese stammten u.a. von Kaiserin Zita, der Bundesregierung, Bundesminister Fey, Landeshauptmann General Hügerth, Fürst Hohenlohe, Graf Khevenhüller und Ministerpräsident Mussolini.
Am Freitag statteten der Herzog von Alba und Prinzessin Hohenlohe dem Landeshauptmann von Kärnten in Klagenfurt einen Besuch ab, um im Namen der Königsfamilie und aller im Land weilenden Spanier den Dank auszusprechen, für alles was anlässlich des Unglücksfalles getan wurde. Themen der weiteren Gespräche waren der Kärntner Abwehrkampf und die Ereignisse der letzten Zeit.
1970 wurden die sterblichen Überreste von Don Gonzalo exhumiert. Sie wurden nach Spanien nach Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial umgebettet. Er ruht in der Krypta Pantheon der Infanten.
Der neue Gedenkstein
Das Grundstück, auf dem sich der Gedenkstein befand, gehörte ehemals zum Besitz des Schlosses Krumpendorf. Auf dem Areal war der Schlossgarten angelegt. Der Gedenkstein, der in eine Säule an der Hauptstraße eingemauert war, befand sich seit den 1930er Jahren dort. Bei einer Verbreiterung der Hauptstraße 1959 wurde er umgesetzt. Diese Maßnahme ist in der Gendarmeriechronik von Krumpendorf vermerkt.
Nach Verkauf des Grundstückes an ein Immobilienunternehmen wurde das alte Gärtnerhaus mit dem Fresko an der Frontseite, dass die römische Fruchtbarkeitsgöttin Pomona zeigte, abgerissen sowie der Brunnen, das schmiedeeiserne Tor und auch der Gedenkstein wurde entfernt. Im Zuge dieser Abrissarbeiten ging dieser 2020 verloren (siehe: Der Schlossgarten).
Die Bedeutung des Ereignisses sowie die Verbindung zum spanischen Königshaus veranlassten die Gemeinde Krumpendorf und die beiden Chronisten Dipl.-Ing. Richard Marinitsch und Heinz Kernjak mit einem neuen Gedenkstein auf öffentlichen Grund die Erinnerung an das tragische Ereignis wach zu halten. Den Gedenkstein, der eine Kopie des verloren gegangenen ist, auf Gemeindegrund zu errichten, soll diesem einen sicheren Standort gewähren. Im Sommer 2023 wurde im Gemeinderat einstimmig die Errichtung vor dem Rathaus von Krumpendorf beschlossen.
Am 23 September 2024 90 Jahre nach dem Unfall fand die feierliche Enthüllung statt. Am festlichen Akt nahmen Ihre Exzellenz Frau Botschafterin von Spanien Aurora Mejia, der Honorarkonsul von Spanien in Kärnten Karl Khevenhüller-Metsch mit seiner Frau, Jenny Carmen Pettauer vom Spanischen Verein in Österreich / Zweigstelle Kärnten, der Bürgermeister von Krumpendorf Gernot Bürger die Chronisten des Ortes sowie Vertreter der Gemeinde Krumpendorf teil. Unter den Gästen war auch Dipl.-Ing. Kurt Ebner, der als 6-Jähriger das Geschehen um den Unfall selbst erlebt hat.

Eine Einladung seitens der Gemeinde erging auch an das spanische Königshaus. Dieses teilte in einem Schreiben, welches die Botschafterin dem Bürgermeister übergab, mit, dass aus terminlichen Gründen die Präsenz eines Mitgliedes der königlichen Familie leider nicht möglich sei.

Bgm von Krumpendorf, Gernot Bürger
Sehr geehrter Herr Bürgermeister:
Ich freue mich, den Erhalt des Briefes zu bestätigen, den Sie mit den Herren Richard Marinitsch und Heinz Kernjak, Chronisten von Krumpendorf am Wörthersee (Österreich), am 29. August an mich gerichtet haben und in dem Sie den Wunsch nach der Anwesenheit eines Mitglieds der königlichen Familie bei der Gedenksteinenthüllung anlässlich des 90. Todesjahres von S.R.H. des Infanten Don Gonzalo de Borbón y Battenberg, die am 26. in der oben genannten Gemeinde stattfinden wird, zum Ausdruck bringen.
Seine Majestät schätzt Ihre großzügige Initiative, das Andenken an den spanischen Infanten Don Gonzalo zu bewahren, was die königliche Familie mit Zufriedenheit aufgenommen hat.
Ihre Majestät hat mich gebeten, Ihnen für Ihre freundliche Einladung, der wir aus terminlichen Gründen leider nicht nachkommen können zu danken und Ihnen einen herzlichen Gruß zu übermitteln, den Sie an die Chronisten und an die Gemeinde Krumpendorf am Wörthersee weitergeben möchten.
Im Auftrag Ihrer Majestät grüße ich Sie aufrichtig.
DOMINGO MATÍNEZ PALOMO
(Der Generalsekrätar)
(Übersetzung des Schreibens)

Don Gonzalo de Borbón y Battenberg
Inschrift:
Am 12 August 1934 ereignete sich vor dem Schloss Krumpendorf ein folgenreicher Verkehrsunfall. Don Gonzalo de Borbón y Battenberg, der jünste Sohn des spanischen Königs Alfons XIII., erlitt dabei innere Verletzungen, an denen er kurz darauf in Pörtschach verstarb.
El 12 de agosto de 1934 se produjo un grave accidente de tráfico frente al castillo de Krumpendorf. D. Gonzalo de Borbón y Battenberg, hijo menor DI. del rey español Alfonso XIII, sufrió heridas internas a causa de las cuales falleció poco después en Pörtschach.
El accidente fatal del Infante Don Gonzalo de Borbón y Battenberg
En el verano de 1934 el monarca exiliado Alfonso XIII de España pasaba unas semanas de vacaciónes con sus hijos, Gonzalo, Beatriz y María Cristina, a la villa del conde Born, en Poertschach (Austria). Alfonso XIII se había distanciado ya de su esposa la reina Victoria Eugenia, que veraneaba entonces en Francia.
El 12 de agosto de 1934 Don Gonzalo de Borbón y Battenberg, el menor de los hijos de Alfonso XIII y Doña Victoria de Battenberg, sufrió en la localidad de Krumpendorf situada a la orilla del lago Woerthersee (Austria) un accidente automovilista. En la calle principal, Beatriz, que conducía en ese momento, tuvo que maniobrar bruscamente para esquivar a un ciclista. El coche colisionó contra un muro y los dos ocupantes, en apariencia, no sufrieron heridas. Pocas horas más tarde, ya regresado a Poertschach, Gonzalo comenzó a dar síntomas de sangrado abdominal y, a consecuencia de esto y de su débil estado de salud, murió el 13 de agosto. Gonzalo era hemofílico.
Fue enterrado en el cementerio en Poertschach. El servicio funebre se celebró en un viejo edificio convertido en capilla. Centenares de personas presenciaron el paso de la comitiva fúnebre hasta el cementerio. El jefe del Estado austríaco fue representado por su esposa.
En 1985 el rey Juan Carlos I ordenó el traslado de sus restos al Panteón de Infantes del Monasterio de El Escorial.
Quellen:
- Wikipedia: „Don Gonzalo de Borbón y Battenberg”
- Wikipedia Alfons XIII., Juan Carlos I
- Klagenfurter Zeitung, 14., 15., 17. und 18.8.1934
- Kärntner Tagblatt, 17.8.1934
- ABC, Diario Ilustrado, 16.8.1934
- Neuer Gedenkstein für verstorbenen Königssohn, Kleine Zeitung, 29.9.2024
- Fotos: Marie-Theses Krainer und Richard Marinitsch, Krumpendorf
