Der Kärntner Abwehrkämpferbund wurde 1955 in Klagenfurt gegründet. Ziel des Vereins ist es, an den Abwehrkampf und die Volksabstimmung von 1920 zu erinnern sowie das Landesbewusstsein im Sinne eines Europas der Vielfalt zu fördern.
Da viele Krumpendorfer Bürger sowohl aktiv als auch organisatorisch am Abwehrkampf teilgenommen hatten, lag es nahe, auch in Krumpendorf eine Ortsgruppe des Abwehrkämpferbundes zu gründen. Galt es doch, fortwährend des Einsatzes der Männer um Oberst Michner und Oberst Lebitsch wie Karl Hofer, Simon Steinberger, Josef Kernjak, Peter Schaller, Karl Wank, Karl Egger, Josef Festin, Martin Hedenig, Mravlag Walter sowie anderer und natürlich des hochrangigen Diplomaten Legationsrat Albert Peter-Pirkham zu gedenken.


Anlässlich der Feierlichkeiten zum 10. Oktober 1960 wurde im damaligen Kurpark der Gemeinde Krumpendorf auch ein Gedenkstein für die Leistungen von Legationsrat Albert Peter-Pirkham und den Abwehrkampf errichtet.

Dank vieler Spender und dem Engagement der Mitglieder der Ortsgruppe war es möglich, für die große Feier 1962 eine Fahne für die Ortsgruppe Krumpendorf anzuschaffen. Die örtlichen Vereine, Vertreter des öffentlichen Lebens und viele Bürger der Gemeinde marschierten vom ehemaligen Feuerwehrhaus zum Kurpark. Dort gedachten die Festredner dem Abwehrkampf und die neue Fahne wurde durch die Vertreter der Kirche geweiht.




In weiterer Folge bemühte man sich, ein Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege zu errichten. Pläne wurden geschmiedet, Bausteine zur Finanzierung aufgelegt und Örtlichkeiten für die Platzierung eines solchen Denkmales diskutiert.


Schließlich einigten sich alle Beteiligten darauf, den Rahmen eher bescheiden zu halten. So wurden 1971 an der Aufbahrungshalle des Friedhofs Pirk Tafeln mit den Namen der gefallenen Gemeindebürger angebracht.
Erfreulicherweise entwickelte sich der Tourismus in Krumpendorf in den 1960er und 1970er Jahren sehr gut. Daher musste auch das Gemeindebad erweitert werden, was zu Lasten des damaligen Kurparks und somit auch des dortigen Gedenksteines ging. Der Stein wurde entfernt, das Bad vergrößert und im Gedenken an den Abwehrkampf und Albert Peter-Pirkham benannte man 1970 den Park bei der evangelischen Kirche nach Albert Peter-Pirkham.
Die Ortsgruppe des Abwehrkämpferbundes bemühte sich in der Zeit, auch in diesem Park einen Gedenkstein zu errichten. Dieser Gedanke konnte dann 1973 in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Bevölkerung umgesetzt werden.

Seit dieser Zeit findet die jährliche Feier zum Gedenken an den Abwehrkampf und die beteiligten Krumpendorfer Bürger an diesem Ort statt.
Die Ortsgruppe Krumpendorf des Abwehrkämpferbundes beschäftigte sich während ihres Bestandes intensiv um die Betreuung ihrer Mitglieder, die Großteils am Abwehrkampf teilgenommen hatten. Auch die Veranstaltung der jährlichen Gedenkfeiern lag lange in den Händen der Ortsgruppe.
Das Bestehen der Ortsgruppe Krumpendorf des Kärntner Abwehrkämpferbundes endete Mitte der 1980er Jahre, da die Anzahl der Mitglieder immer geringer wurde. Die 1962 angeschaffte Fahne existiert nach wie vor.
Text und Fotos Heinz Kernjak, Krumpendorfchronik
Artikel erstellt: November 2025