Ab 1963 war endlich ein eigener Fußballplatz vorhanden, so musste man auch die Meisterschaftsspiele nicht mehr immer auswärts durchführen. Stolz war man auf den eigenen Sportplatz, auf dem man gerne spielte, die Mannschaften setzten sich in diesen Jahren fast ausschließlich aus einheimischen Balljongleuren zusammen.
Was allerdings anfangs etwas störend war – das Umziehen vor und nach den Spielen musste im Freien erfolgen, der Kofferraum der Autos ersetzte einige Zeit eine Umkleidekabine. Eine solche konnte dann schon 1964 gebaut werden, wieder ein erfreuliches Ereignis für die Sportler.


Damit die Kicker nach Dienst am Abend trainieren konnten, wurde 1978 erstmals ein Flutlicht installiert; ein Ausbau des Flutlichtes erfolgt 2024, dann konnte man auch Meisterschaftsspiele am Abend durchführen.
Da vor allem die BUWOG-Leute gerne die Abkürzung über die Geleise nahmen und die ÖBB sich darüber alterierte, errichtete man 1980 einen Zaun an der Südseite des Platzes. In den 1990ern war das alte Klubhaus auch nicht mehr der Zeit entsprechend und so konnte 2000 ein neues und größeres Haus mit Umkleidekabinen, Büro, Duschen und einem Vereinslokal eröffnet werden.

Die Wörthersee-Kicker …
… so nannte man die Krumpendorfer Fußballer lange Zeit. Diese Bezeichnung stammt daher, dass der Sommertourismus weiblicher Natur die Fußballer bis in den Herbst und dann bald im Frühjahr stark beschäftigte und man die Kraft nicht auf den Fußballplatz brachte.
Daher waren die Erfolge unserer Kicker bis dato recht überschaubar. In der ersten Klasse spielte unsere Mannschaft 1970 bis 1973, 1984 bis 1986, 2007 bis 2009, 2014 bis 2018 und von 2022 bis 2025. Die anderen Jahre verbrachte man in der zweiten Klasse, auch wenn man oftmals gut spielte und knapp am Aufstieg vorbeischrammte.

steh. v. l.: Trainer Wultsch, Eggerer, Oswald, Krall, Hillepold, Erbutschnig, Bürger, Rydlo
hockend v. l.: Kuess, Köfler Karl, Köfler Othmar, Bauer

stehend von links: Lehner Helmut, Eichholzer Ernst, Oswald Gerhard, Gfrerer Ewald, Hofer Harald, Strauss Gerhard, Hillepold Eberhard, Köfler Othmar
Vorn von links: Melnyk Michael, Hussl Günther, Lassnig Wolfgang, Thamer Sigi, Erbutschnig Willi
Manchmal ging es halt wieder eine Klasse nach unten!

Oftmals waren auch die vielen Trainer der Krumpendorfer Kicker dem Verzweifeln nahe, wenn die Mannschaft nicht so agierte, wie sich die Experten das vorstellten. Und viele Trainer waren in Krumpendorf am Werk, u.a. Kuehs Robert sen., Wultsch, Samrock Peter, Thuller Adi, Primig Rudi, Hillepold Eberhard, Messner Raimund, Pirkner Luigi, Burger Richie, Fanzott Werner, Hedenig Harald, Sibitz Sigi, Pogatschnig Emil, Temper Willig, Kaiser Martin usw.

Stehend von links: Widmann Ernst, Mayrobnig Josef, Spick Heini, Bicek Heinz, Wernig Otto, Bürger Hermann, Bürger Alfred, Erbutschnig Willi, Gfrerer Ewald, Brugger Moritz, Reifensteiner Werner, Hillepold Eberhard, Koch Hans
Vorne hockend von links: Gausch Harry, Bürger Hans, Köfler Karl, Kuess Robert, Wollenberg Gian-Franco, Stampfer Peter




Die Jugendarbeit des KSK war immer wieder von Erfolg begleitet, was sich aber dann auf die Kampfmannschaft selten auswirkte. Ein Grund war vorwiegend darin zu sehen, dass viele junge Spieler zum Studium in andere Bundesländer gingen und daher der heimischen Mannschaft fehlten.
Anfang der 1970er Jahre war allerdings die Bereitschaft zur Aufstellung einer Juniorenmannschaft im Verein auch eher gering, die jungen Kicker mussten lange kämpfen, dass sie vereinsmäßig spielen durften.

Stehend von links: Unterluggauer I, Kernjak, Pfeifer, Riessner, Oberwalder, Kogler
Vorne von links: Lepuschitz, Spick, Glanzer, Aichholzer, Ressmann, Wollenberg, Unterluggauer II


Leider blieb auch diese so erfolgreiche Mannschaft nicht lange zusammen.



Der KSK bemühte sich in diesen Jahren immer wieder erfolgreich, junge Krumpendorfer zum Fußballspielen zu bringen, meist mit Erfolg. Im Jahr 2025 gab es 4 Jugendmannschaften, um die sich engagierte Trainer intensiv kümmern.
Neben den bisher genannten Mannschaften gab es auch immer wieder weitere fußballbegeisterte Krumpendorfer, die z.B. bei den „Alten Herren“ oder in der sogenannten „Reserve“ (heißt jetzt Challenge) spielten.

stehend von links: Kernjak, Schneider, Hillepold, Strohmayer, Kropfitsch, Strauß
vorne von links: Koban, Eggerer, Bicek, Rydlo, Eichholzer
Ein „Spiel der Legenden“ gab es auch 2023.

Die Krumpendorfer Kampfmannschaft bildete von 2015 bis 2025 eine Spielgemeinschaft mit den Pörtschacher Kickern. Dies endete dadurch, dass in Pörtschach gar keine Fußballspieler zur Verfügung standen und in der Nachbargemeinde nur Jugendmannschaften aktiv sind.
Ein großes Problem sind natürlich die Finanzen: Leider gibt es wenig Zuschauer bei den Spielen, Mitgliedsbeiträge schrumpfen, von öffentlicher Seite gibt es immer weniger Mittel und Sponsoren brechen weg. Ein Tropfen auf den heißen Stein war das Spiel FC Kärnten gegen den Grazer AK, das anlässlich der 50Jahrfeier durchgeführt werden konnte. Es ist zu hoffen, dass der Spielbetrieb in Krumpendorf weitergeht, so wie es sich die vielen verdienten Funktionäre immer wieder gewünscht haben.
Und es gab viele Personen, die sich um den Verein verdient gemacht haben, u.a. die Obmänner Kuehs Robert sen., Habernig Oswald, Widmann Ernst, Spick Heini, Pichler Otto, Ebner Egon, Eggerer Othmar und Markus, Glanzer Peter, Bürger Werner, Meinolf Hofer, Gfrerer Ewald, Mayer Christian, Romauch Thomas, und der seit vielen Jahren umsichtige und aktive Kaiser Martin.

v.l.: Gausch, Justinek, Brugger, Rosenzopf, Bürger

Das lange bestehende Vereinslogo wird 2025 durch ein neues ersetzt, da die Spielgemeinschaft mit Pörtschach beendet wurde.


Quellen:
Text: Heinz Kernjak in Abstimmung mit Martin Kaiser
Ausschnitte Kärntner Tageszeitung, Kleine Zeitung, Tabelle Kärntner Fußballverband
Fotos: Heinz Kernjak, KSK
Artikel erstellt: Jänner 2026