August Köfer, geb. am 16. August 1910, erlernte das Tischlerhandwerk in einer Bootswerft am Wörthersee-Südufer. Der „Köfer Guste“ war ein fleißiger und geschickter junger Mann, der neben seinem Beruf auch seit 1931 aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr Krumpendorf in den Diensten der Öffentlichkeit agierte. Unter den Kameraden war der „Guste“ vor allem wegen seines Humors und seiner Verlässlichkeit sehr beliebt.

Bald erwuchs in August Köfer der Wunsch nach Selbstständigkeit und er konnte um einen Kaufpreis von 1000 Schilling in der Kochstraße von Josef Huainig die Parzellen 149/1 und 147 erwerben. Dort errichtete „Guste“ mit viel Fleiß nicht nur eine Tischlerwerkstatt, sondern auch ein Wohnhaus.


Das war auch notwendig, denn er lernte bald seine Elisabeth kennen, mit der er viele Jahre verheiratet war und sich über fünf Kinder freuen konnte. Das Ehepaar Köfer arbeitete in seinem Bereich fleißig vor sich hin, als gläubige Katholiken besuchten sie beide regelmäßig die Sonntagsmesse in der Krumpendorfer Kirche. Daher waren sie auch gerne bereit, für die neuen Glocken in der Christkönigkirche 1968 einen größeren Beitrag zu leisten, Frau Köfer fungierte auch als Glockenpatin.

von rechts: Koch, Nadrag, Köfer, Bgm Neidhardt

Durch die starke bauliche Entwicklung in Krumpendorf gab es auch für die Bau- und Möbeltischlerei Köfer genug zu tun. Neben einigen Mitarbeitern erlernte auch August junior das Tischlerhandwerk und stellte seine Arbeitskraft in den elterlichen Betrieb.

v. l.: Heinz, Vater Köfer, August (hinten), Mutter, Josef, vorne Herbert und Elisabeth
Aus Altersgründen legte „der Guste“ 1976 den Hobel weg, und da August Junior den Betrieb nicht übernehmen konnte, hörte die Tischlerei Köfer auf zu existieren, da auch die anderen Geschwister beruflich anderweitig engagiert waren bzw. auch gar nicht mehr in Krumpendorf lebten.
Quellen:
Text: Heinz Kernjak, Gespräch mit Elisabeth Schöffmann geb. Köfer
Fotos: Elisabeth Schöffmann, Krumpendorfchronik, Chronik FF Krumpendorf
Artikel erstellt: Februar 2026