Auch wenn der KSK 1961 vereinsmäßig wieder angemeldet wurde, musste man doch auf einen entsprechenden Fußballplatz einige Zeit warten, bis endlich 1963 ein Platz am Bachweg für die Kicker gefunden werden konnte.
Wie der nachfolgende Briefkopf erkennen lässt, war man im Verein bestrebt, auch andere Sportarten zu betreiben. Dies gelang allerdings nicht so ganz, außer dass man Anfang der 1960er Jahre erfolgreich im Winter das „Pirkerkogel-Schirennen“ veranstaltete.

In der Sektion Tischtennis gab es wohl einige Talente wie Manfred Parinpek, Eberhard Hillepold u.a., man spielte meist im Festsaal des ehemaligen Gasthauses „Alte Post“. Das Interesse an dieser Sportart schwand aber bald wieder.
Dass es zu einer Sektion Schwimmen gekommen sein soll, ist leider nicht bekannt, dürfte aber auch nicht stattgefunden haben, denn zu der Zeit war schon die Österr. Wasserrettung Einsatzstelle Krumpendorf gegründet worden, die sich um die Schwimmausbildung der Jugend intensiv kümmerte.
Wesentlich erfolgreicher war der Verein bei den in den 1960ern/1970ern jährlich durchgeführten Abfahrtsläufen vom Pirkerkogel. Jung und Alt trainierte fleißig die Abfahrtsstrecke: vom Gipfel des Pirkerkogels starteten die Erwachsenen, etwas weiter unten jeweils die Jüngeren. In rasanter Fahrt ging es durch den Hohlweg, mutig den Steilhang hinunter, im Kraschonig-Obstgarten musste man oftmals antauchen, wenn man schlecht gewachselt hatte und als letztes Kriterium war dann die bereits im Rohbau befindliche Autobahnauffahrt zu meistern, bis man glücklich im Zielraum bei der Kirche landete. Ein Schirennen mitten durch den Wald kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, es würde wohl niemand die Verantwortung übernehmen!

im Kraschonig Obstgarten 1960

Für die Bevölkerung war diese Veranstaltung im Jänner jeweils ein gesellschaftliches Highlight, die Rennläufer wurden auch mit entsprechenden Kommentaren bedacht. Als Hauptorganisatoren fungierten damals Heini Spick, Bernhard Obernosterer, Ing. Josef Struckl, Ernst Widmann und viele mehr.


Die Siegerehrung fand anschließend in einem Krumpendorfer Gasthaus statt, viele Jahre im Gasthof Batelitsch (später als Traminerhof bekannt).

von links: Heinrich Spick, Ernst Widmann, Nikodemus Hofer

v.l. Bgm Peter Juvan, Heinrich Spick, Tagessieger Hans Hopfgartner
Tagelang hatte man im Dorf dann jede Menge Gesprächsstoff, auch blieben oftmals Neider nicht aus, die den Siegern den Triumph nicht gönnten.
Anfang des neuen Jahrtausends begann der KSK dann mit der Organisation von Dorfturnieren im Eisstockschießen. Dies konnte man anfangs noch auf Natureisbahnen durchführen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse war man aber bald gezwungen, in entsprechend adaptierte Eishallen zu übersiedeln. Auch hier hatten die teilnehmenden Mannschaften viel Spaß – was ja trotz Ehrgeiz immer im Vordergrund stehen sollte.

v.l. Kopatsch, Grabner, Köfler, Nemec

v.l. Schwarzenbacher, Spitzer, Haimburger, Nadrag
Auf Initiative des damaligen Obmannes Meinolf Hofer trafen sich Ende der 1990er Jahre ehemalige Kicker des KSK zu Balanka-Turnieren, die am Minigolfplatz an der Schloßallee stattfanden. Unter Mithilfe von DI Gerhard Oswald, Hermann Steiner und Ewald Gfrerer waren diese Treffen alter Freunde immer mit viel Spaß verbunden.
Die Siegerehrung bei dieser Veranstaltung fand dann meist im Restaurant Schloßgarten von Hermann Steiner statt und dauerte immer bis in die frühen Morgenstunden.

Ein weiterer Höhepunkt ist das nach wie vor stattfindende Dorf-Fußball-Turnier, das vorwiegend im Juni stattfindet. Auch dabei wird mit großem Einsatz gekämpft, manch einer hatte schon beachtliche Beulen eingefangen, aber alle waren immer mit Spaß dabei – vor allem bei den Nachbesprechungen.

stehend v. l.: Teamchef Leitner, Krenn, Kernjak Ernst, Krassnitzer, Pohovnikar, Koban
vorne v. l.: Beschliesser, Kernjak Christian, Pirolt, Bernhard, vorne liegend Schifferl
Zusammenfassend kann man feststellen, dass der Krumpendorfer Sportklub viele Jahrzehnte ein aktives Vereinsleben führte, von dem auch die Bewohner des Dorfes profitierten. Nur dank vieler engagierter und fleißiger Funktionäre konnte dies geschehen, dafür allen ein aufrichtiges
„Danke schön!“
Quellen:
Text: Heinz Kernjak in Abstimmung mit Martin Kaiser vom KSK
Fotos: KSK, Liane Voß, Manfred Begusch, Heinz Kernjak, Meinolf Hofer
Artikel erstellt: Jänner 2026