Ganz im Interesse der Sternfahrt-Organisation war der nächste Austragungsort der
19. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt 2011 in Frankfurt/Oder und Słubice
Unter dem Titel „Zwei Länder – zwei Städte“ mit dem verbindenden Charakter des Feuerwehrwesens trafen sich tausende Kameraden an der Oder und wanderten grenzenlos zwischen den beiden Orten Frankfurt/Oder in Deutschland und Słubice in Polen hin und her. Waren die Vorbereitungen für diese Großveranstaltung auch nicht friktionsfrei verlaufen, zeigten die Tage der Sternfahrt aber die gute Zusammenarbeit und ein gemeinschaftliches Miteinander. Die Teilnehmer waren begeistert, hatten viel Spaß an Wettbewerben, Ausflügen in den Spreewald, besuchten die Vorführungen und auch Vorträge beiderseits der Oder.



Besonders in Kärnten freute man sich über den nächsten Sternfahrtort:
20. Internationale Feuerwehr-Sternfahrt 2013 in St. Kanzian am Klopeinersee
Die Unterstützung der Kameraden aus Krumpendorf war den Ausrichtern gewiss, wenn auch nicht alles so ernst genommen wurde, was die Sternfahrt-Experten vom Wörthersee einbrachten. Die Anzahl der Teilnehmer war geringer als in den Vorjahren, obwohl das Programm der Veranstaltung sehr ansprechend war. In dieser Zeit war es unabdingbar geworden, massiv und schon in den vorhergehenden Jahren Werbung im In- und Ausland zu betreiben, um erfolgreich abschließen zu können. Leider war diesmal auch der Wettergott nicht auf Seiten der Feuerwehr.


Leider beeinträchtigte die Währungspolitik die nächste Veranstaltung in der Schweiz:
21. Internationale Feuerwehr-Sternfahrt 2015 in Wetzikon im Kanton Zürich
Besonders die Oldtimerfahrzeuge mussten durch die Aufwertung des Schweizer Franken viel Geld aufbringen, um die zum Teil langen Anreisestrecken bewältigen zu können. Bei strahlend schönem Wetter war es dennoch für die Teilnehmer der Veranstaltung ein Erlebnis, eine Schifffahrt auf dem Zürichsee zu unternehmen oder auch die Stadt Zürich zu besuchen. Im Festzelt waren die Veranstalter den Gästen entgegenkommenderweise preislich sehr entgegengekommen, auch das trug zur guten Stimmung bei. Auch über das Schweizer Messer als Gastgeschenk freuten sich alle.



Weit nach Norden führte der Weg die Sternfahrer dann zur
22. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt 2017 nach Sonderborg in Dänemark
Seit vielen Jahren bemühten sich die dänischen Kameraden, an vorderster Linie John Jansen, wieder einmal eine Sternfahrt nach Dänemark zu bekommen. Dies gelang dann hervorragend durch den Veranstaltungsort Sonderborg im Süden Dänemarks: eine tolle Hafenstadt mit beeindruckendem Schloss, wunderschöner Promenade am Hafen und einem weitläufigen Hauptplatz – und alles dennoch leicht erreichbar. Als das dänische Prinzenpaar die Eröffnung der Sternfahrt am Hafen vornahm, säumten tausende Menschen die Straßen und die vielen Feuerwehrleute fühlten sich sehr geehrt.



Und wieder in eine ganz andere Umgebung führte die Sternfahrerfamilie die
23. Internationale Feuerwehr-Sternfahrt 2019 nach Dorfgastein in Salzburg
Das Gasteinertal war in diesen Tagen von den Feuerwehren besetzt, die Salzburger Kameraden hatten ein eindrucksvolles Programm vorbereitet. Hatte es am Tag der Eröffnungsfeier am Berg noch geschneit, strahlte die Sonne danach über die vielen Feuerwehrleute im Tal. Als Gastgeschenk erhielt jeder Teilnehmer ein Gutscheinheft, mit dem man u.a. mit der Seilbahn auf das Fulseck gondeln konnte – was natürlich von vielen ausgenutzt wurde. Die Rundfahrt der Oldtimerfahrzeuge führte durch das Gasteinertal nach Sportgastein, wo sensationelle Fotos von den vielen aufgestellten Fahrzeugen gemacht wurden.



Eine kurzfristige Änderung gab es für die
24. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt 2024 wieder in Gyula
Doch vorher schlug das Schicksal zu: Die Pandemie in diesen Jahren verursachte mehrmals eine Verschiebung der geplanten Veranstaltung in Bruneck, bis es für die Brunecker Kameraden nicht mehr möglich war, trotz wiederholter Bemühungen eine Sternfahrt durchzuführen. Auch wenn schon viel Geld in die Vorbereitungen geflossen war, musste man resignieren – die Sternfahrerfamilie trauerte!

Lange Zeit wusste man nicht, wie es mit der Sternfahrt weitergehen sollte – ob es überhaupt wieder so große Veranstaltungen geben kann.
Als Retter in dieser Not traten die ungarischen Feuerwehrkameraden auf und luden zur 24. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt 2024 nach Gyula ein.


Vielen war die reizende Stadt schon bekannt, sie hatte sich in den letzten Jahren aber weiter sehr positiv entwickelt. So konnte man jetzt auch neben der Burg das wunderschöne Schloss Almassy besichtigen. Auch die weiteren Programmpunkte wie Eröffnungsfeier, Festumzug, Wettbewerbe, Ausflüge usw. wurden von den angereisten Feuerwehrkameraden gerne in Anspruch genommen. Leider war aber die allgemeine Stimmung nach der Pandemie noch nicht gut, viele Feuerwehrkameraden zögerten aus unterschiedlichen Gründen, so eine weite Reise anzutreten. Daher waren die Freunde in Ungarn über die Teilnehmeranzahl enttäuscht.
Anlässlich der Delegiertentagung wurde Heinz Kernjak nach 30-jähriger Tätigkeit als Generalsekretär der IFSO offiziell verabschiedet, sein Nachfolger wurde der Krumpendorfer DI Wolfgang Obernosterer.

Generalsekretär Heinz Kernjak (4. von rechts) tritt nach 30 Jahren zurück
Es war zu dem Zeitpunkt nicht klar, wie es mit der Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt weitergehen sollte. Aber kurzfristig bewarb sich die friulanische Stadt Grado um die Ausrichtung der
25. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt 2026 in Grado

Darüber herrschte in der Familie der Feuerwehr-Sternfahrer große Freude, alle hofften auf eine erfolgreiche Veranstaltung und vor allem, dass die Internationale Feuerwehr-Sternfahrt auch nach 50 Jahren weiterlebt. Trotz einiger Wetterunbilden war die Sternfahrt dank der Flexibilität der Veranstalter ein voller Erfolg: die Rundfahrt der Oldtimer konnte in den Orten der Umgebung viel Begeisterung erwecken, den Festumzug konnten Tausende Zuschauer bestaunen, die Feuerwehrleute trafen sich zu kameradschaftlichem Beisammensein im Festzelt und in den Lokalen der Stadt Grado.




Quellen:
Text von Heinz Kernjak 2026
Fotos Heinz Kernjak, IFSO, FF Krumpendorf, diverse Sternfahrt-Veranstalter
Artikel erstellt: Juni 2026